Lebensrad:

So findest du Ziele, die wirklich deine sind

Leichte Abendstimmung. Ein Lebnsrad, Journal.

Warum ein erfülltes Leben nicht nach den Maßstäben anderer bewertet werden sollte – und wie dir das Rad des Lebens hilft, deine eigenen Wünsche und Prioritäten zu erkennen.

Drei Wochen Traumurlaub
und 49 Wochen Alltag

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da gehörte eine außergewöhnliche Fernreise fast schon zum guten Ton.

Ich arbeitete damals in einem Großraumbüro, und unter meinen Kollegen gab es einen unausgesprochenen Wettbewerb: Wer hatte das spannendste Urlaubsziel? Wer war am weitesten gereist? Und wer konnte nach seiner Rückkehr die beeindruckendsten Geschichten erzählen?

Der gewöhnliche Strandurlaub hatte da natürlich wenig Chancen. Es durfte schon etwas exotischer sein.

Also wurde gereist. Möglichst weit weg, möglichst besonders und selbstverständlich an Orte, die nicht jeder schon gesehen hatte.

Und so habe ich tatsächlich unglaubliche Länder und Landschaften kennengelernt. Ich war z.B. am Amazonas und habe Erfahrungen gesammelt, für die ich bis heute dankbar bin. Versteh mich also nicht falsch: Ich bereue diese Reisen keineswegs.

Aber irgendwann fiel mir etwas auf.

Fast das ganze Jahr über drehte sich vieles um diese zwei oder drei Wochen Urlaub. Man arbeitete, plante, sparte, organisierte und freute sich auf den nächsten großen Höhepunkt. Und wenn die Reise vorbei war, begann das Spiel von vorn.

Natürlich war ich im Urlaub glücklich. Ich konnte abschalten, Neues entdecken und Abenteuer erleben. Nur stellte sich irgendwann eine Frage, die mich nicht mehr losließ:

Was ist eigentlich mit den anderen 49 Wochen im Jahr?

Sollte mein Leben wirklich daraus bestehen, den größten Teil des Jahres auf die wenigen Wochen hinzuarbeiten, in denen ich mich frei und glücklich fühlte?
Und als ich genauer hinschaute, wurde mir klar, dass mein eigentlicher Wunsch ein ganz anderer war.

Ich wollte ein Leben, in dem ich mich auch an einem gewöhnlichen Dienstag wohlfühlte. Ein Zuhause, das mir Geborgenheit schenkte. Menschen, mit denen ich gern Zeit verbrachte. Eine Arbeit, die mich erfüllte, und genügend Raum für die Dinge, die mir wirklich wichtig waren.

Der nächste exotische Urlaubsort war plötzlich gar nicht mehr so entscheidend.

Rückblickend finde ich bemerkenswert, wie selbstverständlich ich mich damals von den Vorstellungen meines Umfelds hatte anstecken lassen. Niemand hatte mich gezwungen, an diesem stillen Wettbewerb teilzunehmen. Ich hatte einfach irgendwann angefangen mitzuspielen.

Und genau hier kommen wir zu einem Werkzeug, das dir helfen kann, deine eigenen Wünsche und Prioritäten wieder klarer zu erkennen: dem Rad des Lebens, auch Lebensrad genannt.


Das Wichtigste auf einen Blick

Das Lebensrad hilft dir, deine aktuelle Lebenssituation zu betrachten und herauszufinden, wie zufrieden du mit den verschiedenen Bereichen deines Lebens bist. Doch eine gute Bewertung sagt wenig aus, wenn du dabei die Erwartungen anderer als Maßstab verwendest. Deshalb lohnt sich eine entscheidende Frage: „Wessen 10 ist das eigentlich?“

Das erfährst du in diesem Artikel:

  • Was das Lebensrad ist und wie du es in drei einfachen Schritten erstellst.

  • Welche zehn Lebensbereiche du für deine persönliche Standortbestimmung nutzen kannst.

  • Warum wir manchmal Ziele verfolgen, die gar nicht unseren eigenen Wünschen entsprechen.

  • Wie dir der „Wessen 10?“-Check hilft, fremde Erwartungen zu erkennen und deine Bewertungen zu hinterfragen.

  • Weshalb dein Lebensrad nicht perfekt rund sein muss.

  • Warum es sich lohnt, zuerst auf das zu schauen, was in deinem Leben bereits gut ist.

  • Wie du aus deiner Standortbestimmung erste Erkenntnisse für deine persönliche Entwicklung gewinnst.

  • Wie das Lebensrad mit bewusster Manifestation und deinem VisionBoard zusammenhängt.

Die wichtigste Erkenntnis: Ein erfülltes Leben lässt sich nicht an den Maßstäben anderer messen. Das Lebensrad hilft dir, deine eigenen Prioritäten bewusster wahrzunehmen und herauszufinden, was für dich persönlich ein gutes Leben ausmacht.



Was ist das Lebensrad?

Das Lebensrad ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion. Es hilft dir, verschiedene Bereiche deines Lebens zu betrachten und einzuschätzen, wie zufrieden du mit ihnen im Augenblick bist.

Dafür zeichnest du einen Kreis, den du in mehrere Abschnitte unterteilst. Jeder Abschnitt steht für einen Lebensbereich, beispielsweise Gesundheit, Beziehungen, Beruf, Finanzen oder persönliche Entwicklung.

Anschließend bewertest du deine Zufriedenheit in jedem Bereich auf einer Skala von 1 bis 10. Wenn du die Markierungen miteinander verbindest, entsteht ein Bild deiner aktuellen Lebenssituation.

Manche Bereiche reichen weit nach außen, andere bleiben näher an der Mitte. Vielleicht erkennst du große Unterschiede oder eine überraschend gleichmäßige Form.


Dein Lebensrad ist keine Bewertung deines Erfolgs.
Es ist eine Momentaufnahme deiner persönlichen Zufriedenheit.


Eine 4 im Bereich Beruf bedeutet nicht, dass du beruflich auf dem falschen Weg bist. Und eine 9 bei persönlicher Entwicklung sagt nichts darüber aus, ob dein Leben von außen betrachtet besonders beeindruckend aussieht.
Denn du misst hier nicht deinen gesellschaftlichen Status. Du schaust darauf, wie stimmig sich dein Leben für dich anfühlt.

Zumindest sollte es so sein.

Denn genau an diesem Punkt gibt es eine kleine Falle, die wir uns später noch genauer anschauen werden.

Warum wir manchmal Ziele verfolgen, die gar nicht unsere sind

Wir Menschen orientieren uns aneinander. Das ist vollkommen normal und in vielen Situationen hilfreich. Wir lernen voneinander, lassen uns inspirieren und entdecken Möglichkeiten, auf die wir selbst vielleicht nie gekommen wären.

Schwierig wird es, wenn wir fremde Vorstellungen übernehmen, ohne sie zu hinterfragen.

Vielleicht bist du in einer Familie aufgewachsen, in der beruflicher Erfolg besonders wichtig ist. Dann erscheint es dir selbstverständlich, dass du möglichst weit die Karriereleiter hochsteigen solltest. Oder du bewegst dich in einem Umfeld, in dem ein großes Haus, ein bestimmtes Auto und regelmäßige Fernreisen als Zeichen eines gelungenen Lebens gelten.

Du schaust dich um und denkst: Offenbar gehört das dazu.

Und ehe du dich versiehst, arbeitest du auf Ziele hin, die wunderbar in das Leben anderer Menschen passen, aber nicht unbedingt in deines.

Und dann kommen noch die sozialen Medien hinzu. Dort begegnen uns täglich Menschen, die scheinbar alles richtig machen. Sie wohnen in wunderschönen Häusern, arbeiten selbstbestimmt von traumhaften Orten aus, ernähren sich vorbildlich, treiben regelmäßig Sport und haben selbstverständlich auch noch genügend Zeit für ihre glücklichen Familien.

Ich frage mich oft bei solchen Bildern, wann diese Menschen eigentlich ihren Haushalt erledigen. Oder ob es irgendwo eine geheime Parallelwelt gibt, in der sich Wäsche von allein zusammenlegt.

Natürlich wissen wir, dass solche Darstellungen oft nur Ausschnitte zeigen. Trotzdem beeinflussen sie unsere Vorstellungen davon, was wir erreichen sollten.

Und manchmal merken wir erst sehr spät, dass wir auf einer Leiter nach oben klettern, die an der falschen Wand steht.

Das Lebensrad kann dir helfen, solche Zusammenhänge zu erkennen. Allerdings nur, wenn du bei deinen Bewertungen tatsächlich deine eigenen Maßstäbe verwendest.


Dieses Leben nach fremden Erwartungen beschäftigt übrigens auch Torsten. In seinem Buch „Die gesunde Idiotin“ wirft er mit einer guten Portion Satire einen Blick auf gesellschaftliche Vorstellungen von Erfolg, Status und dem vermeintlich perfekten Leben. Denn wer ständig versucht, alles richtig zu machen, verliert leicht aus den Augen, was er selbst eigentlich möchte.

In seinem Blogartikel „Wenn das Leben funktioniert, aber der Mensch darin nicht mehr“ greift er diesen Gedanken auf und zeigt, wie schnell aus gesellschaftlichen Erwartungen persönliche Lebensziele werden können.


Dein Lebensrad erstellen: Eine einfache Anleitung

Du brauchst für dein erstes Lebensrad nicht viel: ein Blatt Papier, einen Stift und etwas Zeit, in der du möglichst ungestört bist.

Wenn du gern mit Vorlagen arbeitest, kannst du natürlich auch ein fertiges Lebensrad verwenden. Für den Anfang reicht aber eine selbst gezeichnete Version vollkommen aus.


Schritt 1: Zeichne dein persönliches Lebensrad

Zeichne einen Kreis und teile ihn in zehn Abschnitte, ähnlich wie eine Torte. Jeder Abschnitt bekommt einen Lebensbereich.

Für den Anfang kannst du diese Bereiche verwenden:

  1. Gesundheit: Wie zufrieden bist du mit deinem körperlichen und seelischen Wohlbefinden?

  2. Beruf und Karriere: Wie stimmig fühlt sich deine berufliche Situation für dich an?

  3. Finanzen: Wie zufrieden bist du mit deiner finanziellen Situation und dem Umgang mit Geld?

  4. Partnerschaft und Beziehungen: Wie erlebst du Nähe, Vertrauen und Verbundenheit?

  5. Familie und Freunde: Wie zufrieden bist du mit deinem sozialen Umfeld?

  6. Wohnen und Lebensumfeld: Wie wohl fühlst du dich dort, wo und wie du lebst?

  7. Freizeit und Erholung: Hast du genügend Raum für Entspannung und persönliche Interessen?

  8. Kreativität und Lebensfreude: Wie viel Platz haben Neugier, Begeisterung und die Dinge, die dich lebendig fühlen lassen?

  9. Persönliche Entwicklung: Hast du das Gefühl, dich weiterentwickeln und eigene Interessen verfolgen zu können?

  10. Spiritualität und Sinn: Wie verbunden fühlst du dich mit deinen Werten und deiner persönlichen Vorstellung von Sinn?

Diese Bereiche sind Vorschläge, keine festen Vorgaben.

Wenn Spiritualität für dich keine Rolle spielt, kannst du diesen Abschnitt beispielsweise durch Naturverbundenheit, Ehrenamt oder einen anderen wichtigen Lebensbereich ersetzen.

Vielleicht möchtest du auch Familie und Freundschaften getrennt betrachten oder deinem Verhältnis zu dir selbst einen eigenen Platz geben.

Es ist dein Lebensrad. Deshalb darf es auch deine Lebensbereiche zeigen.


Schritt 2: Bewerte deine aktuelle Zufriedenheit

Jetzt gibst du jedem Bereich einen Wert zwischen 1 und 10.

Eine 1 bedeutet, dass du im Augenblick sehr unzufrieden bist. Eine 10 steht für ein hohes Maß an persönlicher Zufriedenheit.

Versuche zunächst, möglichst spontan zu antworten. Du brauchst dabei keine perfekten Antworten zu finden. Es geht um deine persönliche Einschätzung in diesem Moment.

Wichtig ist, dass du deine Bewertung nicht mit einem objektiven Urteil verwechselst. Du kannst finanziell gut abgesichert sein und dich trotzdem unsicher fühlen. Umgekehrt kann jemand mit einem bescheidenen Einkommen sehr zufrieden mit seiner Lebenssituation sein.

Markiere deine Werte in den entsprechenden Abschnitten des Kreises. Je höher der Wert, desto weiter außen liegt die Markierung.


Schritt 3: Verbinde deine Bewertungen

Wenn du alle zehn Lebensbereiche eingeschätzt hast, verbinde die Markierungen miteinander.

Vielleicht sieht dein Rad ziemlich rund aus. Vielleicht hat es große Zacken und deutliche Einbuchtungen. Und vielleicht erinnert es eher an eine etwas missglückte Kartoffel als an ein ordentliches Rad.

Das macht überhaupt nichts.

Anders als bei einem echten Fahrrad muss dein Lebensrad nicht perfekt rund sein, damit du damit weiterkommst.

Welche Bereiche fallen dir besonders auf? Wo bist du zufrieden? Wo gibt es größere Unterschiede? Und gibt es vielleicht etwas, das dich überrascht?

Nimm dir einen Augenblick Zeit, das Ergebnis zu betrachten.

Und bevor du nun voller Tatendrang beginnst, die niedrigsten Bewertungen zu verbessern, möchte ich dir eine Frage stellen, die aus meiner Sicht den entscheidenden Unterschied macht.


Der „Wessen 10?“-Check: Nach welchen Maßstäben bewertest du dein Leben?

Erinnerst du dich an meinen Fernreise-Wettbewerb im Großraumbüro?

Wenn ich damals mein Lebensrad ausgefüllt hätte, wäre der Bereich Freizeit und Urlaub vermutlich ziemlich gut weggekommen.

Immerhin unternahm ich außergewöhnliche Reisen, sah beeindruckende Landschaften und sammelte Erlebnisse, von denen andere vielleicht nur träumten. Gemessen an den Vorstellungen meines Umfelds hätte das durchaus eine 9 oder sogar eine 10 sein können.

Nur war ich mit meinem Alltag längst nicht so zufrieden, wie diese Bewertung vermuten ließ.

Meine eigentlichen Wünsche lagen woanders.

Ich wollte mich nicht nur während einer Fernreise lebendig und frei fühlen. Ich wollte diese Lebensqualität stärker in meinem gewöhnlichen Alltag erleben.

Und damit kommen wir zur entscheidenden Frage:

Wessen 10 ist das eigentlich?

Wenn du beispielsweise bei Beruf und Karriere eine 4 eingetragen hast, vergleichst du deine Situation mit einer Vorstellung davon, wie eine 10 aussehen würde.

Aber woher stammt diese Vorstellung?

Bedeutet eine 10 für dich eine Führungsposition, mehr Verantwortung und ein höheres Einkommen? Oder wäre deine persönliche 10 vielleicht eine Arbeit, die dir Freude macht, genügend Freizeit lässt und sich mit deinen Werten vereinbaren lässt?

Beides kann richtig sein. Entscheidend ist, was zu dir passt.

Vielleicht hast du auch beim Bereich Wohnen nur eine 5 vergeben, weil du glaubst, dass zu einem erfolgreichen Leben ein großes Eigenheim gehört.

Doch wenn du ehrlich hinschaust, liebst du deine kleine Wohnung, möchtest wenig Verantwortung für Haus und Garten übernehmen und verwendest dein Geld lieber für andere Dinge.

Dann bewertest du deine Zufriedenheit möglicherweise nach einem Maßstab, den du selbst gar nicht gewählt hast.

Eine Frage, die überraschend viel verändern kann

Gehe deine Lebensbereiche noch einmal durch und frage dich:

„Wenn niemand davon erfahren würde – wäre mir diese Veränderung trotzdem wichtig?“

Wenn niemand deine Beförderung bewundern würde, würdest du sie trotzdem anstreben? Wenn niemand deine Urlaubsfotos sehen könnte, würdest du dieselbe Reise buchen? Und wenn niemand wüsste, wie groß dein Haus ist oder welches Auto du fährst, wären dir diese Dinge dann genauso wichtig?

Diese Fragen sollen dich nicht davon abhalten, ehrgeizige Ziele zu verfolgen oder schöne Dinge zu genießen.

Vielleicht liebst du Fernreisen tatsächlich von ganzem Herzen. Vielleicht ist eine Führungsposition genau das Richtige für dich. Und vielleicht macht dich ein großes Haus mit Garten wirklich glücklich.

Dann darf das selbstverständlich so sein.

Aber du solltest die Möglichkeit haben, es bewusst zu entscheiden.

Achte bei dieser Übung auch auf Gedanken, in denen besonders häufig „ich sollte“ oder „ich müsste“ auftauchen.

„In meinem Alter müsste ich eigentlich weiter sein.“

„Ich sollte mehr verdienen.“

„Wir müssten endlich ein größeres Haus haben.“

Solche Sätze können Hinweise auf Erwartungen sein, die du genauer betrachten möchtest. Sie bedeuten nicht automatisch, dass ein Wunsch fremdbestimmt ist. Aber sie sind oft ein guter Anlass, noch einmal nachzufragen:

Will ich das wirklich? Oder glaube ich nur, dass ich es wollen sollte?

Was sagt dir dein Körper?

Wenn du magst, kannst du deine Überlegungen mit einer kleinen Achtsamkeitsübung ergänzen.

Setze dich bequem hin, atme einige Male ruhig und stelle dir einen deiner Wünsche vor.

Wie fühlt es sich an, wenn du daran denkst? Entsteht Vorfreude, Neugier oder ein Gefühl von Stimmigkeit? Oder bemerkst du eher Druck, Anspannung und das Bedürfnis, eine bestimmte Erwartung erfüllen zu müssen?

Solche Körperempfindungen können hilfreiche Hinweise sein. Sie sind allerdings kein unfehlbarer Wahrheitsmesser.

Auch ein echter Herzenswunsch kann Angst auslösen, weil er mit Veränderung verbunden ist. Und etwas, das zunächst angenehm erscheint, muss deshalb noch lange nicht gut zu dir passen.

Betrachte deine Empfindungen als zusätzliche Informationen, nicht als endgültiges Urteil.

Vielleicht möchtest du nach diesem Check einzelne Bewertungen in deinem Lebensrad verändern. Das darfst du ausdrücklich. Denn du hast gerade begonnen, deine eigene Vorstellung von einem erfüllten Leben von den Erwartungen anderer zu unterscheiden.

Und genau das ist für mich der wertvollste Teil dieser Übung.

Schau zuerst auf das, was in deinem Leben bereits gut ist

Wenn Menschen ihr Lebensrad zum ersten Mal betrachten, wandert der Blick häufig sofort zu den niedrigen Bewertungen.

Da steht eine 3 bei Erholung, eine 4 beim Beruf und eine 5 bei Gesundheit. Und schon beginnt der innere Projektmanager, einen Maßnahmenplan zur vollständigen Lebensoptimierung zu erstellen.

Schließlich haben wir gerade ziemlich übersichtlich herausgefunden, wo überall noch Luft nach oben ist.

Nur übersehen wir dabei leicht die Bereiche, in denen wir bereits zufrieden sind.

Deshalb möchte ich dich einladen, zunächst auf deine höheren Bewertungen zu schauen.

Vielleicht hast du eine 9 bei Beziehungen, weil du Menschen an deiner Seite hast, denen du vertraust. Oder eine 8 beim Wohnen, weil dein Zuhause ein Ort ist, an dem du dich geborgen fühlst.

Frage dich: Was macht diese Bereiche für mich so wertvoll? Was möchte ich davon unbedingt bewahren?

Manchmal entdecken wir dabei etwas Überraschendes. Vielleicht ist uns eine gute Beziehung viel wichtiger als berufliches Ansehen. Vielleicht bedeutet uns ein ruhiges Zuhause mehr als ein beeindruckender Lebensstil.

Für mich gehört dieser Blick auf das bereits Vorhandene eng zur Dankbarkeit. Nicht als Aufforderung, mit allem zufrieden zu sein, sondern als bewusste Anerkennung dessen, was in unserem Leben schon gut funktioniert.

Wie du diese Haltung in deinen Alltag integrieren kannst, erzähle ich im Artikel „Dankbarkeit üben: Was Hunde und Kinder uns über Leichtigkeit lehren“.

Dein Lebensrad muss nicht perfekt rund sein

Manchmal entsteht bei der Arbeit mit dem Lebensrad der Eindruck, wir müssten alle Lebensbereiche möglichst gleichmäßig entwickeln.

Schließlich sieht ein Kreis mit gleich hohen Bewertungen besonders harmonisch aus.

Aber bedeutet das tatsächlich, dass du ein erfüllteres Leben führst?

Stell dir zwei Menschen vor. Die erste Person hat in allen zehn Bereichen eine 5 eingetragen. Ihr Lebensrad sieht wunderbar gleichmäßig aus.

Die zweite Person hat mehrere 8er und 9er, aber auch eine 3 und eine 4.

Wessen Leben ist erfüllter?

Das lässt sich aus der Form allein überhaupt nicht beantworten.

Vielleicht erlebt die zweite Person gerade eine herausfordernde berufliche Phase, ist dafür aber in ihren Beziehungen, ihrer Freizeit und ihrem Zuhause sehr glücklich.

Und dann gibt es noch unterschiedliche Lebensphasen. Wenn du dich beruflich neu orientierst, kann dieser Bereich vorübergehend mehr Aufmerksamkeit brauchen. Wenn du Angehörige begleitest oder gesundheitliche Herausforderungen bewältigst, verschieben sich deine Prioritäten möglicherweise ganz von selbst.


Ein ausgewogenes Leben bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle Bereiche jederzeit gleich viel Raum bekommen.


Wichtiger ist die Frage, ob die Verteilung deiner Aufmerksamkeit zu deinen Bedürfnissen und deiner aktuellen Lebenssituation passt.

Das Lebensrad soll dir helfen, das zu erkennen. Es soll dich nicht unter Druck setzen, überall eine 10 erreichen zu müssen.

Vom Lebensrad zur Veränderung: Was möchtest du wirklich?

Jetzt hast du dein Lebensrad erstellt und deine Bewertungen hinterfragt.

Vielleicht ist dir dabei aufgefallen, dass ein bestimmter Lebensbereich schon länger zu kurz kommt. Oder du hast erkannt, dass du einem Ziel hinterherläufst, das eigentlich gar nicht zu dir passt.

Solche Erkenntnisse können sehr wertvoll sein.

Allerdings passiert häufig etwas Interessantes: Sobald wir erkennen, was wir verändern möchten, meldet sich unser innerer Projektmanager zu Wort.

Mehr Sport, gesündere Ernährung, berufliche Neuorientierung, mehr Zeit für Freunde, regelmäßige Meditation, bessere Finanzen und natürlich endlich die Garage aufräumen.

Am besten alles ab Montag.

Nur endet ein solcher Optimierungsmarathon häufig damit, dass wir nach kurzer Zeit erschöpft sind und uns fragen, weshalb wir überhaupt damit angefangen haben.

Deshalb möchte ich dir eine kleine Anregung mitgeben:

Wähle zunächst einen einzigen Lebensbereich aus, den du gern näher betrachten möchtest.

Das muss nicht der Bereich mit der niedrigsten Bewertung sein. Vielleicht ist es einer, der dir besonders wichtig ist oder bei dem du schon länger das Gefühl hast, dass etwas nicht mehr stimmt.

Frage dich anschließend:

„Was wird sich in meinem Alltag verändern, wenn ich in diesem Bereich zufriedener wäre?“

Nehmen wir mal an, du wünschst dir mehr Erholung. Doch was bedeutet das konkret für dich? Weniger Verpflichtungen? Mehr Zeit in der Natur? Die Möglichkeit, abends einfach einmal nichts tun zu müssen?

Oder du bist mit deiner beruflichen Situation unzufrieden. Geht es tatsächlich um einen anderen Job? Um mehr Anerkennung? Um weniger Druck? Oder darum, wieder mehr Sinn in deiner Arbeit zu erleben?

Du merkst schon: Hinter einer einzigen Zahl können ganz unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse stecken.

Und manchmal ist genau das der Punkt, an dem die eigentliche Selbstreflexion erst beginnt.

Denn dein Lebensrad zeigt dir zunächst, wo du stehst. Um daraus einen Weg zu entwickeln, lohnt es sich, die eigenen Bewertungen, Bedürfnisse und Vorstellungen genauer zu erkunden.

Du musst dafür nicht sofort einen vollständigen Lebensplan erstellen. Manchmal genügt zunächst die Erkenntnis, welchem Bereich du künftig mehr Aufmerksamkeit schenken möchtest.

Und wenn du diesen Gedanken vertiefen möchtest, kannst du dir dafür ganz bewusst Zeit nehmen.

Wenn du tiefer gehen möchtest: Dein Lebensrad als persönlicher Wegbegleiter

Ein Lebensrad zu zeichnen dauert nicht besonders lange. Ein Kreis, einige Lebensbereiche und zehn Bewertungen – fertig ist die erste Standortbestimmung.

Doch vermutlich hast du beim Ausfüllen bereits bemerkt, dass manche Antworten neue Fragen aufwerfen.

Warum bin ich in einem bestimmten Bereich unzufrieden, obwohl mein Leben von außen betrachtet gut aussieht? Welche Vorstellungen habe ich von anderen Menschen übernommen? Was würde mir tatsächlich guttun? Und wie entwickle ich daraus Ziele, die sich für mich richtig anfühlen?

Genau für diese vertiefende Beschäftigung haben wir unser E-Book „Mein Rad des Lebens“ entwickelt.

Es lädt dich dazu ein, dir mehr Zeit für deine persönliche Standortbestimmung zu nehmen, unterschiedliche Lebensbereiche bewusster zu betrachten und deine Wünsche und Prioritäten Schritt für Schritt zu erkunden.

Denn manchmal wissen wir zwar sehr genau, was uns im Alltag stört. Aber was wir uns stattdessen wirklich wünschen, ist längst nicht so offensichtlich.

Das E-Book gibt dir Raum, diesen Fragen nachzugehen und deine Erkenntnisse festzuhalten. Du kannst in deinem eigenen Tempo arbeiten, später zu einzelnen Themen zurückkehren und beobachten, wie sich deine Vorstellungen im Laufe der Zeit verändern.

Dabei musst du dein gesamtes Leben nicht auf einmal neu gestalten. Du darfst klein anfangen und herausfinden, welcher nächste Schritt zu deiner persönlichen Situation passt.

Für wen ist diese vertiefende Arbeit besonders interessant?

Vor allem für Menschen, die bei der ersten Lebensrad-Übung merken, dass hinter ihren Bewertungen mehr steckt als eine einfache Zahl.

Vielleicht erkennst du, dass du häufig die Erwartungen anderer erfüllst. Vielleicht hast du viele Wünsche, weißt aber nicht, welcher davon wirklich zu dir gehört. Oder du spürst schon länger, dass sich etwas verändern soll, kannst es aber noch nicht richtig benennen.

Dann kann es wohltuend sein, sich nicht nur einen schnellen Überblick zu verschaffen, sondern die eigene Lebenssituation in Ruhe und mit einer klaren Struktur zu betrachten.

Und weil persönliche Ziele selten völlig losgelöst von unseren Gedanken und Gefühlen entstehen, ist „Mein Rad des Lebens“ Teil unseres Manifestationspakets „Resonanz statt Zufall“.

Darin verbinden wir drei E-Books und drei geführte Meditationen:

  • Mein Rad des Lebens unterstützt dich dabei, deine aktuelle Lebenssituation, Bedürfnisse und Prioritäten bewusster zu erkunden.

  • VisionBoard Workbook begleitet dich dabei, deinen Wünschen eine sichtbare Form zu geben und sie im Alltag präsent zu halten.

  • Resonanz statt Zufall vertieft die Arbeit mit deiner inneren Ausrichtung, Gedanken, Gefühlen und bewussten Entscheidungen.

Die drei geführten Meditationen ergänzen die Bücher und laden dich dazu ein, dich mit deiner persönlichen Zukunftsvorstellung, Dankbarkeit und deinen Wünschen auch auf einer inneren Ebene zu beschäftigen.

So entsteht aus einer ersten Standortbestimmung die Möglichkeit, dich intensiver mit deinem eigenen Weg auseinanderzusetzen.

Was hat das Lebensrad mit Manifestation zu tun?

Wenn wir über Manifestation sprechen, denken viele Menschen zuerst an Wünsche, Visualisierung und die Vorstellung einer bestimmten Zukunft.

Doch bevor du dich auf einen Wunsch ausrichtest, lohnt sich eine grundlegende Frage: Ist das überhaupt mein Wunsch?

Genau hier unterstützt dich das Lebensrad.

Es hilft dir, deine aktuelle Situation zu betrachten, deine Bedürfnisse besser kennenzulernen und bewusster zu entscheiden, welche Veränderungen du anstreben möchtest.

Wenn ich weiß, was mir wirklich wichtig ist, kann ich meine Aufmerksamkeit und meine Entscheidungen besser darauf abstimmen.

Wünsche allein verändern allerdings nicht automatisch die äußeren Umstände. Gerade größere Ziele brauchen häufig Zeit, passende Möglichkeiten und konkrete Handlungen.

In unserem Hauptartikel „Manifestieren lernen: Warum es beim Bemerken beginnt“ beschreibe ich ausführlich, wie Gedanken- und Gefühlshygiene, die Beobachterposition sowie Dankbarkeit und Leichtigkeit uns dabei unterstützen können.

Das Lebensrad ergänzt diese Werkzeuge um eine ganz praktische Frage:

Wohin möchte ich meine Aufmerksamkeit und meine Energie eigentlich lenken?

Vom Lebensrad zum VisionBoard

Vielleicht hast du nach der Arbeit mit deinem Lebensrad einige Wünsche und Ziele aufgeschrieben: mehr Ruhe im Alltag, eine neue berufliche Richtung oder mehr Zeit für die Menschen und Dinge, die dir wichtig sind.

Ein VisionBoard kann dir helfen, diese Wünsche sichtbar zu machen.

Es verbindet Bilder, Worte und Symbole mit deinen persönlichen Vorstellungen und erinnert dich im Alltag an deine Ausrichtung.

Dabei kommt es weniger darauf an, möglichst viele schöne Bilder zu sammeln. Viel wichtiger ist, welche Bedeutung diese Bilder für dich haben.

Genau das habe ich bei meinem ersten VisionBoard selbst erlebt.

Ich hatte eine wunderschöne Sammlung zusammengestellt: Berge, Sonnenuntergänge und ein Haus am See. Alles sah großartig aus.

Nur fehlte etwas Entscheidendes: die wirkliche Verbindung zu meinen persönlichen Wünschen.

Heute würde ich deshalb immer zuerst das Lebensrad nutzen, um Klarheit zu gewinnen, und anschließend überlegen, welche Bilder und Worte meine Wünsche tatsächlich ausdrücken.

Wie du dabei vorgehen kannst und weshalb ich auf einem VisionBoard auch einen Platz für Dankbarkeit empfehle, erfährst du in unserem Artikel „Vision Board erstellen: Warum deins mehr braucht als schöne Bilder“.

Wie oft solltest du dein Lebensrad aktualisieren?

Dein Leben verändert sich. Du sammelst Erfahrungen, triffst Entscheidungen, erreichst Ziele und entwickelst neue Wünsche.

Deshalb kann es interessant sein, dein Lebensrad in regelmäßigen Abständen erneut auszufüllen. Z.B. alle drei oder sechs Monate, zum Jahreswechsel oder immer dann, wenn du merkst, dass sich etwas nicht mehr stimmig anfühlt.

Besonders schön finde ich es, frühere Lebensräder aufzubewahren.

Wenn du sie später nebeneinanderlegst, kannst du sehen, wie sich deine Zufriedenheit entwickelt hat. So erkennst du leichter Veränderungen, die dir im Alltag gar nicht bewusst sind.

Und manchmal stellst du auch fest, dass sich deine Maßstäbe verändert haben. Etwas, das dir vor einem Jahr unglaublich wichtig erschien, spielt heute womöglich nur noch eine Nebenrolle. Dafür haben andere Dinge an Bedeutung gewonnen.

Das ist kein Widerspruch. Es zeigt, dass du dich weiterentwickelst.

Und wenn du einen alten Wunsch entdeckst, der sich inzwischen erfüllt hat, darfst du ruhig einen Moment innehalten und dich darüber freuen.

Fazit: Mein schönster Urlaub dauerte nur vier Tage

Wenn ich heute an den stillen Fernreise-Wettbewerb im Großraumbüro zurückdenke, muss ich oft schmunzeln. Wir waren damals an wirklich beeindruckenden Orten unterwegs.
Und trotzdem war mein schönster und erholsamster Urlaub ausgerechnet einer, der nur vier Tage dauerte.

Keine Fernreise ans andere Ende der Welt, kein exotisches Traumziel. Ich war in Holland segeln. Was diese vier Tage so außergewöhnlich machte? Die Menschen, mit denen ich unterwegs war.

Wir waren eine Gruppe von Menschen mit und ohne körperliche Behinderungen, die sich über das gemeinsame Klettern kennengelernt hatten. Vier Tage verbrachten wir auf einem Segelboot. Das Wetter war perfekt, die Stimmung ausgelassen und zwischen den gemeinsamen Erlebnissen blieb herrlich viel Zeit, um einfach auf dem Deck zu sitzen, zu entspannen und das Leben zu genießen.

Es waren vier Tage voller Gemeinschaft, Lachen und diesem wunderbaren Gefühl, gerade nirgendwo anders sein zu müssen.

Und weißt du was? Diese vier Tage sind mir bis heute stärker in Erinnerung geblieben als so manche spektakuläre Fernreise.

Sie haben mir gezeigt, dass der Wert einer Erfahrung nicht davon abhängt, wie weit wir dafür reisen, wie viel sie kostet oder wie beeindruckend sie später auf andere wirkt.

Manchmal sind vier Tage mit den richtigen Menschen erfüllender als drei Wochen am anderen Ende der Welt.

Und genau deshalb finde ich die Arbeit mit dem Lebensrad so wertvoll. Sie lädt uns ein, unsere eigenen Maßstäbe zu hinterfragen: Was bedeutet für mich ein erfülltes Leben? Was brauche ich wirklich, um zufrieden zu sein? Und welche Wünsche habe ich übernommen, ohne sie jemals genauer zu betrachten?

Deine persönliche 10 muss nicht dem entsprechen, was andere Menschen unter einem erfolgreichen Leben verstehen. Sie braucht kein größeres Haus, keine beeindruckendere Karriere und auch keine Fernreise. Entscheidend sind die Menschen, Erlebnisse und Dinge, die deinem Leben Bedeutung geben.

Denn das schönste Leben ist nicht unbedingt das, das andere beeindruckt. Es ist das, in dem du dich selbst wiederfindest.


FAQ - Häufige Fragen zum Thema Lebensrad

Was ist das Lebensrad einfach erklärt?

Das Lebensrad, auch Rad des Lebens genannt, ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion. Du teilst dein Leben in verschiedene Bereiche ein und bewertest deine aktuelle Zufriedenheit auf einer Skala von 1 bis 10. So erhältst du einen Überblick darüber, welche Bereiche für dich bereits stimmig sind und wo du dir Veränderungen wünschst.

Welche Lebensbereiche gehören zum Lebensrad?

Häufig werden acht bis zwölf Lebensbereiche verwendet, beispielsweise Gesundheit, Beruf, Finanzen, Beziehungen, Familie, Freundschaften, Wohnen, Freizeit, Kreativität, persönliche Entwicklung und Spiritualität. Du kannst die Auswahl an deine persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Muss mein Lebensrad möglichst gleichmässig sein?

Nein. Ein gleichmäßig ausgefülltes Lebensrad ist nicht automatisch besser als eines mit größeren Unterschieden. Entscheidend ist, wie zufrieden du mit den einzelnen Bereichen bist und ob deine Prioritäten zu deiner aktuellen Lebenssituation passen.

Was mache ich, wenn viele Bereiche niedrige Bewertungen haben?

Versuche zunächst, die Bewertungen ohne Selbstkritik zu betrachten. Frage dich, welche Bereiche dir besonders wichtig sind und wo eine kleine Veränderung hilfreich sein könnte. Du musst nicht alles gleichzeitig verbessern. Beginne mit einem Bereich und einer Frage, die dir hilft, deinen Veränderungswunsch genauer zu verstehen.

Wie finde ich heraus, ob meine Ziele wirklich meine eigenen sind?

Frage dich, weshalb dir ein Ziel wichtig ist und welche Erwartungen dahinterstehen. Besonders hilfreich kann die Frage sein: „Wenn niemand davon erfahren würde, wäre mir dieses Ziel trotzdem wichtig?“ Achte darauf, welche Wünsche aus persönlicher Begeisterung entstehen und welche eher mit Vergleichen oder gesellschaftlichen Erwartungen verbunden sind.

Wie oft sollte ich das Lebensrad ausfüllen?

Du kannst dein Lebensrad alle paar Monate, zum Jahreswechsel oder bei wichtigen Veränderungen erneut ausfüllen. Ein fester Rhythmus ist nicht erforderlich. Interessant ist vor allem, wie sich deine Zufriedenheit, Wünsche und Prioritäten im Laufe der Zeit entwickeln.

Was ist der Unterschied zwischen Lebensrad und VisionBoard?

Das Lebensrad hilft dir, deine aktuelle Lebenssituation zu betrachten und deine Wünsche und Prioritäten zu klären. Ein VisionBoard macht diese Wünsche durch Bilder, Worte und Symbole sichtbar und kann dich im Alltag an deine Ziele erinnern. Beide Werkzeuge lassen sich gut miteinander verbinden.

Kann ich das Lebensrad auch ohne Vorlage erstellen?

Ja. Du benötigst lediglich ein Blatt Papier und einen Stift. Zeichne einen Kreis, unterteile ihn in deine gewünschten Lebensbereiche und markiere deine Zufriedenheit auf einer Skala von 1 bis 10. Eine Vorlage kann die Gestaltung erleichtern und zusätzliche Fragen zur Selbstreflexion enthalten.


Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf eigene Erfahrung und Ausbildung in Meditation und Entspannungsarbeit und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.


Weiterlesen: Von der Standortbestimmung zur bewussten Gestaltung

Das Lebensrad hilft dir, herauszufinden, wo du gerade stehst und was du wirklich möchtest. Die anderen Artikel unserer Serie unterstützen dich dabei, deine Gedanken und Gefühle bewusster wahrzunehmen, neue Perspektiven zu entwickeln und deine Wünsche in den Alltag zu integrieren.

Wenn du deine eigenen Wünsche, Ziele und deine innere Ausrichtung vertiefen möchtest, findest du in unserem Manifestationspaket „Resonanz statt Zufall“ drei E-Books und drei geführte Meditationen, die dich dabei begleiten.

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Ein Beitrag inspiriert von der Methode SoulmeditationBreath® – einer Verbindung aus Wissenschaft, Atem und Energiearbeit.


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